Windmühlen und Kohl

Im September fuhr der SoVD Ortsverband Tellingstedt mit dem Reiseunternehmer Ubben in den südlichen Teil von Dithmarschen, dem größten Kohlanbaugebiet Deutschlands. Der mit 60 Personen vollbesetzte Bus wurde von dem ehemaligen Kreispräsidenten Karsten Peters, als Reiseführer, begleitet.

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Zunächst ging die Fahrt über Sarzbüttel in den Riesewohld, wo zurzeit eine Ausgrabung, eines etwa 2000 Jahre alten Brunnens, stattfindet. Der Riesewohld mit seinen 500 ha, ist das größte zusammenhängende Waldgebiet von ganz Dithmarschen. Weiter ging es über Albersdorf und Sarzbüttel in das gemütliche Dorf Eggstedt, inmitten der urwüchsigen Geest. Beim Dorfmuseum wurde eine Rast eingelegt. Wie das Leben früher auf dem Lande gewesen war, wurde sehr anschaulich durch Exponate aus mehreren Jahrzehnten der Dorfgeschichte dargestellt.

Nach diesem kurzweiligen Aufenthalt erwartete uns in Süderhastedt der Gasthof Schwieger mit einem Kohlbüffet. Hier wurden die Reisenden hervorragend bewirtet und die Kohlvariationen waren allesamt sehr lecker.

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Nun ging es durch Burg, wie wir erfuhren, das zweithöchste Dorf in Dithmarschen und sehr sehenswert, nach St. Michaelisdonn und Marne. Bekannt wurde Marne durch seine Neujahrskonzerte, der Brauerei und dem Karneval. In Neufeld konnten wir bis zur Elbe blicken, wo gerade zwei Containerschiffe zu sehen waren. Durch den Kaiser-Wilhelm-Koog fahrend, in dem der Windenergiepark Westküste ist, erreichte die Reisegruppe den Dieksanderkoog. Hier steht die Neulandhalle, der Grundstein wurde 1935 von Adolf Hitler gelegt und die Einweihung erfolgte 1939. Das Gemeinschaftshaus, nach den Plänen von Richard Brodersen erbaut, war für die neu angesiedelten Landwirte und ihrer nationalsozialisten Schulung bestimmt. Heute ist die Neulandhalle in kirchlicher Hand.

In Friedrichkoog Spitze wurde die Kaffeepause eingenommen. Das Deichrestaurant „Zur Spitze“ erwartete uns schon mit köstlichen Tortenstücken und Kaffee satt. Nach einem Blick vom Deich auf die Nordsee, fuhr der Bus nach Meldorf zur Firma Binckebanck, Hier gab es Gelegenheit Wurstwaren einzukaufen. Die Rückfahrt nach Tellingstedt führte zunächst zum Meldorfer Hafen. Nach Besichtigung der Schleusenanlage mit der Gedenktafel für die beiden Taucher, die im Jahre 2006 in der Schleusenanlage verunglückt sind und der großen Statue eines bekannten Künstlers aus Marne, ging es weiter durch den Speicherkoog. Der Koog ist ein Naturschutzgebiet, wo Schafe, Galloway-Rinder und Konik-Pferde als „natürliche Rasenmäher“ eingesetzt werden.

Die Fahrgäste wurden auf der Fahrt wie immer mit etwas Süßem, einem kleinen Schnaps und einer spendierten Mettwurst vom SoVD Ortsverband verwöhnt. Diese interessante Fahrt verdanken wir dem Reiseführer Karsten Peters, der uns mit seinem Wissen bereichert hat. Der Wunsch von allen Reisenden an ihn ist, im nächsten Jahr durch Norddithmarschen zu fahren. Dieser schöne Tag, die Regenschirme blieben Gott sei Dank zugeklappt, endete wieder unter dem Motto „ Gemeinsam – statt einsam mit dem SoVD Ortsverband Tellingstedt“.

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