60 Jahre Sozialverband Weddingstedt

Ein Bericht von Stephan Worlitz

Auf der Jubiläumsfeier blickten die Mitglieder jetzt auf Erreichtes zurück und betonten in Zeiten des Sozialleistungsabbaus Wachsamkeit.

„Noch vor 20 Jahren hatten wir nur knapp 40 Mitglieder“, erinnerte der Weddingstedter Vorsitzende Günter Hollm an einen Tiefpunkt des Vereins. Mit gegenwärtig 240 Mitgliedern platziert sich der Weddingstedter OV jetzt im Mittelfeld der 48 Dithmarscher Verbände.
Damals habe er den traditionsreichen Verband kommissarisch übernommen, bis er 1990 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Seither hat Hollm diesen Posten inne.
Nur wenige Jahre nach der 1946 in Hamburg erfolgten Neugründung des Reichsbundes der Körpergeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen – 1995 umbenannt in Sozialverband — riefen sechs Weddingstedter am 7. Mai 1949 den Weddingstedter Ableger ins Leben.
Bestimmte das Lindern der wirtschaftlichen Not in den Nachkriegsjahren das Handeln der Landesverbände und des Bundesverbandes, so gestalteten die Ortsverbände von Anfang an das zwischenmenschliche sowie solidarische Miteinander unter ihren Mitgliedern:
„Hierzu gehört zum Beispiel die Betreuung der Kranken und Älteren sowie der Bedürftigen, die im Krankenhaus, im Alten- und Pflegeheim oder zu Hause besucht werden“, sagte Hollm.

Vor allem aber informiere, berate und helfe der Sozialverband seine 13.335 Dithmarscher Mitglieder, sich im Bürokratie-Dschungel zurechtzufinden: „Wir sind heute ein moderner Dienstleistungsbetrieb mit Mitarbeitern, die hauptsächlich Sozialrecht betreiben“, erklärte Hollm. Die vier vom Landes- und Kreissozialverband angestellten hauptamtlichen Volljuristen leisten Verbandsangehörigen rechtlichen Beistand in allen sozialrechtlichen Belangen und vertreten sie außerdem vor Behörden oder Gerichten.
„In unserem Alltag macht die Anerkennung der Erwerbsminderung den Großteil unserer Arbeit aus“, so der erste Vorsitzende weiter. Außerdem helfe der Sozialverband bei Fragen zum Arbeitslosengeld II.

Anlässlich des Jubiläums gedachten die 81 anwesenden Gäste sowohl der Gefallenen beider Weltkriege als auch ihrer danach verstorbenen Mitgliedern. Zudem legte eine Abordnung am Weddingstedter Ehrenmal einen Kranz nieder.
Abschließend wurden Monika Grösch, Reiner Grösch, Gerd Gutmann, Lisbeth Hecht, Harro Jürgens, Ursula Kanzog, Siegfried Kollwitz, Barbara Trester und Elisabeth Brandt für ihre zehnjährige Mitgliedschaft sowie der Beisitzer und stellvertretende Schatzmeister Günter Buck und die Kassenprüferin Ursula Martens für ihre fünfjährige Funktionstätigkeit geehrt.

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